Armin Grau: Forderung von Winkel nach Aussetzen der Rentenerhöhung ist Unsinn

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, hat sich dafür ausgesprochen, die Renten in diesem Jahr deutlich geringer anzuheben und aus den eingesparten Mitteln das BAföG und das Elterngeld zu finanzieren.

Dazu erklärt Armin Grau, Sprecher für Arbeit und Soziales und Rentenexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Johannes Winkel spielt zum wiederholten Mal Jung und Alt gegeneinander aus. Das spaltet unsere ohnehin belastete Gesellschaft und trägt zur Lösung der Probleme in keiner Weise bei. Die durchschnittliche Rente beträgt derzeit rund 1150 Euro, das reicht für viele nicht zum Leben. Durch die Senkungen des Rentenniveaus in den letzten 45 Jahren haben sich die Renten deutlich schlechter entwickelt als die Löhne. Die Rentenerhöhung ist dringend erforderlich und folgt außerdem einer gesetzlich geregelten Anpassungsregel, das scheint Herrn Winkel nicht zu interessieren. Die Armutsgefährdungsquote ist bei Älteren und bei jungen Erwachsenen am höchsten. Deswegen braucht es sowohl eine Erhöhung des BAföG und der Renten als auch ein auskömmliches Elterngeld. Finanzieren können wir das durch ein Schließen von Gerechtigkeitslücken im Steuersystem etwa bei hohen Erbschaften oder den Kryptowährungen.“

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