Zur Veröffentlichung des Paritätischen Armutsberichts 2026 kommentiert Armin Grau, Sprecher für Arbeit und Soziales der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
„Mit großer Sorge schaue ich auf den erneuten Anstieg der Armutsquote. Das ist leider keine Überraschung, sondern das erwartbare Ergebnis mangelhafter Sozialpolitik.
Es ist ein politisches Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes, wenn heute jede fünfte Person über 65 Jahren armutsbetroffen ist, obwohl das Nettovermögen der Deutschen 2025 um rund 15 Prozent gewachsen ist und 1.100 Personen neu in den Club der Superreichen aufgestiegen sind.
Wer wie die Union fordert, den Gürtel enger zu schnallen, der sollte genau wissen, wer das kann. Rufe nach flächendeckendem Sozialabbau verbitten sich. Eine Absenkung des Rentenniveaus würde die Armutsquote deutlich verschärfen. An der gesetzlichen Rente als Grundpfeiler der Alterssicherung darf nicht gesägt werden.
Die aktuell wichtigste Aufgabe von Regierung und Politik ist, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Arm und Reich, Jung und Alt, Stadt und Land dürfen wir nicht weiter auseinanderdriften lassen. Sonst könnten wir weit mehr verlieren als die Solidarität füreinander und das Vertrauen in eine gute Zukunft: nämlich unseren Rechtsstaat und die Demokratie.“
