Zur heute verkündeten Einigung zwischen GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft zur Vergütung von sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen erklärt Armin Grau, der Grüne Gesundheitspolitiker und Arzt:
„Die Ampelregierung hatte die sektorenübergreifenden Versorgungseinheiten als neuen Typus von Krankenhäusern etabliert, um wohnortnah akutstationäre
Krankenhausbehandlung mit ambulanten und pflegerischen Leistungen zu verbinden und die regionale Versorgung zu sichern. Ich begrüße es, dass die Vergütung für die sektorenübergreifenden Versorgungseinheiten jetzt einvernehmlich und ohne Schiedsverfahren vereinbart wurde.
Bereits seit März besteht ein geeinter Leistungskatalog für diesen neuen Typus von Krankenhäusern, der geriatrische und internistische Leistungen umfasst. Die sektorübergreifenden Versorgungseinheiten sollten auch ambulante Operationen und chirurgische Leistungen aus dem Hybrid-DRG-Katalog erbringen können. Dazu müssen zeitnah Regelungen folgen.
Die Vertragspartner haben eine jährliche Strukturpauschale je stationärem Bett in Höhe von 182.734 Euro und eine variable Vergütung je Belegungstag in Höhe von 95 Euro vereinbart. Die geeinte Vergütungsstruktur ist sinnvoll. Es wird sich zeigen, ob die vereinbarten Beträge ausreichen, um die Kosten und insbesondere die tariflichen Personalkosten gegenfinanzieren zu können. Denn das gesetzgeberische Ziel der Ampelregierung war es, durch eine ausreichende Finanzierung Versorgungssicherheit für die Bevölkerung und Planungssicherheit für die Krankenhäuser zu schaffen. Das muss der Gradmesser sein.“
