Zum Ergebnispapier der AG 11 – Ländliche Räume, Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt in den Koalitionsverhandlungen äußert sich der Grüne Umwelt- und Gesundheitspolitiker Armin Grau wie folgt:
„Die Planungen von CDU/CSU und SPD in Sachen Chemikalien und Pestizide sind von vorgestern und bergen die größten Gefahren für menschliche Gesundheit und Umwelt. Erst kürzlich wurde auch in Deutschland der Zusammenhang zwischen Pestizidanwendungen und der Parkinsonerkrankung als Berufskrankheit anerkannt. Wir brauchen deutschland- und europaweit eine glaubwürdige und effektive Pestizidreduktionsstrategie. Für die Stoffgruppe der Ewigkeitschemikalien PFAS liegt ein Vorschlag für ein gestuftes Regulierungsverfahren vor. Das Papier der Koalitionäre spricht dagegen von einem „Totalverbot ganzer chemischer Stoffgruppen wie PFAS“, das abgelehnt werde. Damit machen sich die Koalitionäre unkritisch die Sprache einseitiger Lobbyisten zu eigen. Der Ersatz von PFAS ist in vielen Bereichen bereits in vollem Gange. Ein zügiger Ersatz sichert zukunftsfähige Arbeitsplätze und führt zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Natur. Ich hoffe sehr, dass die von der CDU gewünschte Absenkung des Niveaus der Umweltverträglichkeitsprüfungen am Ende nicht umgesetzt wird. Naturschutz ist Menschenschutz, ist Gesundheitsschutz. Artensterben und Umweltverschmutzung sind die Schwesterkrisen der Klimaerhitzung. Allen drei müssen wir mit Tatkraft und Optimismus begegnen.“