Zur Forderung nach drastischen Einschnitten in die Rente durch den Vorsitzenden der Jungen Union, Johannes Winkel, äußert sich der Sprecher für Arbeit und Soziales und Rentenexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Armin Grau, wie folgt:
„Die Junge Union will mit der Abrissbirne auf die Rente losgehen. Eine Anpassung der Rente an die Inflation statt an die Lohnentwicklung bedeutet eine massive Rentenkürzung. Dabei sind heute bereits fast 20 % der Rentner armutsgefährdet, unsere Renten sind im internationalen Vergleich niedrig und wir geben vergleichsweise wenig für unsere Renten aus. Wir brauchen weiterhin ein Rentenniveau bei mindestens 48 % und eine Anpassung der Renten an die Löhne. Aber Reformen sind auch notwendig, etwa bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren, früher „Rente mit 63“.
Bis 70 arbeiten zu müssen, geht an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbei. Viele können heute aus gesundheitlichen Gründen noch nicht einmal bis 65 arbeiten.
Wir Grüne setzen auf Freiwilligkeit und wollen freiwilliges längeres Arbeiten durch mehr Prävention und Reha fördern und diejenigen durch Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente besser absichern, die nicht länger arbeiten können. Finanziert wird das durch eine Reform bei der bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Und wir fordern Selbständige, Beamte und Abgeordnete in die Rentenversicherung einzubeziehen. Das stärkt die gesetzliche Rente.“
Unseren Antrag finden Sie hier: https://dserver.bundestag.de/btd/21/038/2103844.pdf. Und im Anhang ebenfalls den Antrag und noch unser Botschaftenpapier dazu.
