Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte gestern beim Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA), dass ihm die Umsetzung der Rentenpläne schon zu lange dauert. Dazu sagt Armin Grau, Sprecher für Arbeit und Soziales und Rentenexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
„Die Spitze gegen Bärbel Bas ist gänzlich unangemessen, gerade nach der Kritik aus der CDU an Bas in den letzten Wochen, obwohl ihre belastende persönliche Situation sehr wohl bekannt war. Die Kritik an Teilen der Empfehlungen der Rentenkommission kam ja nicht nur aus der SPD, sondern sogar zuerst von den CDU-Ministerpräsident*innen aus den ostdeutschen Bundesländern. Vor allem bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren, der früheren „Rente mit 63“, herrscht weiterhin keine Einigkeit. Das Gleiche gilt für das Blockmodell bei der Altersteilzeit und die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Merz muss hier zunächst für Einigkeit in seiner Koalition sorgen. Dabei würde es sehr helfen, wenn er endlich empathischer und weniger autoritär auftreten würde.“
